Juni 2020

Pomodoro Technik für das Home-Office     

Im Home-Office, so höre ich in letzter Zeit, kann die Effizienz der Arbeitserledigung erstaunlich hoch sein. «Die gleiche Arbeit in der halben Zeit» können einige erledigen. «Wow» werden Sie jetzt vielleicht denken – «bei mir ist das ganz anders – wenn ich das höre, werde ich gleich neidisch…» – weil Sie selber im Home-Office grosse Probleme mit der Effizienz haben. Falls Sie zu diesen gehören, ist das ein Monatsgedanke für Sie.

Es geht hier um Zeitplanung, genauer um die Pomodoro-Technik. Haben Sie schon davon gehört? Die Idee wurde in den 1980er Jahren von einem Mann verbreitet, der eine tomatenförmige Küchenuhr (Pomodoro) verwendete, um seine Arbeit in überschaubare Stücke aufzuteilen.

Die Technik ist im Kern einfach: Sie stellen einen Timer, arbeiten bis er klingelt – das wiederholen Sie dann noch dreimal – und machen dann eine Pause. Die Technik verspricht einiges: Den mentalen Fokus zu stärken, die geistige Beweglichkeit und die Kreativität zu verbessern, die Stimmung und Motivation zu erhöhen und sogar Angst zu reduzieren. Hört sich gut an!

Die Pomodoro-Technik ist allerdings mehr als nur das Arbeiten in Zeitblöcken. Sie arbeitet mit der Zeit, nicht gegen sie – anstatt sich mit dem üblichen Stress von Terminen und Engpässen zu befassen, lernen Sie mit der Pomodoro-Technik, Ihre Zeit im Auge zu behalten und sie effizienter zu nutzen. Sie reduzieren Frust und mentales Ermüden. Mit kurzen, geplanten Arbeitsphasen und Pausen gibt die Pomodoro-Technik Ihrem Gehirn die Zeit, die es benötigt, um sich zu erholen und die maximale Produktivität aufrechtzuerhalten. Sie reduzieren zeit- und energieraubende Ablenkungen, weil Sie die drohenden Ablenkungen auf die (baldige) Pause verschieben. Die Pomodoro-Technik betont die Wichtigkeit von Mono-Tasking und Prioritätensetzung und unterstreicht, dass die meisten Ablenkungen warten können. Und das Gefühl, Dinge erledigt zu haben, diese kleinen Erfolgserlebnisse, helfen Ihnen auch, Ihre Pausen ohne schlechtes Gewissen zu geniessen – und umso motivierter in die nächste Arbeitsphase einzusteigen.

Konkret:

Um die Pomodoro-Technik gut anzuwenden, sollten Sie in kurzen Tranchen arbeiten, die zu Ihnen passen; 25 Minuten ist üblich. Arbeiten Sie jeweils die 25 Minuten ununterbrochen, bis der Timer ertönt. Wenn Sie von etwas abgelenkt werden, schreiben Sie es auf, um es später anzuschauen. Wenn der Timer klingelt, atmen Sie kurz durch (das ist aber keine Pause, in der Sie etwas Anderes machen!), machen einen Strich auf ein Blatt Papier – und arbeiten am nächsten «Pomodoro». Wie lange können Menschen üblicherweise Arbeiten? 60 – 100 Minuten. Bei vier Strichen (oder drei? Was denken Sie, ist besser für Sie?) sollten Sie dann auf jeden Fall eine richtige Pause von 20 bis 30 Minuten machen.


Versuchen Sie es. Es ist einfach und erstaunlich effektiv; ich spreche aus eigener Erfahrung.

 

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