Keine Angst vor Fehlern!
Klar, wir sind erfolgsorientiert. Wenn Dinge schiefgehen, finden wir das schlecht. Und wenn Fehler gemacht wurden, dann finden wir das richtig schlimm. Erst recht wenn wir den Fehler selbst gemacht haben! Fehler widersprechen unseren Zielen, unseren Wünschen, unserem Idealbild.
Interessant ist aber folgendes: Wenn wir eine gewisse Distanz zum Geschehen finden, die Emotionen, insbesondere die Enttäuschung, abklingen lassen – dann tut sich die Möglichkeit des konstruktiven Reflexionsprozesses auf. Wir beginnen, über den Fehler nach zu denken, alleine oder im Austausch mit anderen.
Wir schauen ihn vielleicht nicht mehr als Fehler an, sondern als etwas, das aus bestimmten Gründen geschehen ist. Wir untersuchen diese Gründe. Wir überlegen nicht, wer schuld ist, sondern welche Informationen aus dem Fehler gezogen werden können. Wir analysieren das Ganze, bleiben dabei aber stets wertschätzend, ziel- und zukunftsorientiert.
Und plötzlich wird das ungute Gefühl des Fehlers abgelöst durch die positive Energie eines Entschlusses; der Entschluss, es nochmal zu versuchen, etwas anders zu machen, etwas zu verbessern.
Manchmal ist es sogar so, dass Sie am Ende dastehen und sagen: Gott sei Dank ist der Fehler geschehen, er hat uns tolle Möglichkeiten eröffnet, unsere Arbeit besser zu machen; und nur das wollten wir ja, von Anfang an.